Praktische Gartenbewässerung – Ollas selber bauen

Praktische Gartenbewässerung - Ollas selber bauen
Suchst du nach einer günstigen Bewässerungshilfe für deine Beete im Garten? Ollas sind super praktisch und du kannst sie für deine Gartenbewässerung ganz einfach und kostengünstig selbst bauen. Wie das geht zeige ich in einer Schritt für Schritt Anleitung.
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DIY Gartenbewässerung - Ollas aus Tontöpfe
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Praktische Gartenbewässerung - Ollas selber bauen

Suchst du nach einer günstigen Bewässerungshilfe für deine Beete im Garten? Ollas sind super praktisch und du kannst sie für deine Gartenbewässerung ganz einfach und kostengünstig selbst bauen. Wie das geht zeige ich in einer Schritt für Schritt Anleitung.
Portionen 1 Olla

Zutaten

  • 2 unglasierte Tontöpfe
  • Silikon oder Montagekleber oder Fliesenkleber oder Bienenwachs oder Heißkleber
  • Korken oder Stein

Anleitungen

Ollas selber bauen, so gehts:

  • Die bebilderte Anleitung sowie ein kurzes To-Do-Video findest du weiter unten.
  • Als Kleber habe ich Silikon gewählt und bin damit sehr zufrieden. In einigen DIY-Anleitungen für Ollas werden die beiden Töpfe auch mit Montagekleber, Fliesenkleber, flüssigem Bienenwachs oder Heißkleber verbunden. Wer die Wahl hat, hat die Qual.
    Silikon hält jedenfalls perfekt und die meisten Silikone sind unbedenklich, sprich nicht giftig. Es gibt auch Lebensmittelsilikon speziell für Trinkwasser, Aquarien etc.
  • Für eine Olla benötigst du 2 unglasierte Tontöpfe. Die Töpfe müssen unglasiert sein, weil die offenen Poren tröpfchenweise Wasser an die Umgebung abgeben können.
    Du kannst zwei gleich große Töpfe verwenden oder 2 Töpfe die von der Öffnung minimal größer/kleiner sind - diese würdest du dann ineinanderstecken anstatt aufeinander legen.
    Die Töpfe sollten trocken und staubfrei sein, damit der Kleber haftet.
  • Zunächst muss bei einem der Tontöpfe das Abflussloch wasserdicht verschlossen werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
    Am einfachsten ist es einen Wein- oder Sektkorken in das Loch zu stecken. Falls der Korken nicht passt, kannst du ihn mit einem scharfen Messer passend zuschnitzen.
    Du kannst das Loch aber auch mit Hilfe eines flachen Steines oder einer Tonscherbe abdichten. Dazu den Stein einfach über das Loch kleben.
  • Die Hälfte ist schon geschafft. Du musst jetzt nur noch Ober- und Unterteil miteinander verbinden.
  • Bestreiche den Rand des anderen Tongefäßes großzügig mit Silikon.
  • Nun die beiden Tontöpfe mit den offenen Seiten/Ränder aufeinander setzen, gut andrücken und überschüssigen Silikon mit einem feuchten Tuch glatt streichen. Achte darauf, dass wirklich jede Lücke geschlossen ist. Ggf. nochmals mit etwas mehr Silikon nachbessern.
  • Trocknungszeit beachten. Ich habe die Töpfe 2 Tage stehen gelassen, 24 Stunden dürften aber auch reichen - je nach Kleber.
  • Am besten nach dem vollständigen Trocknen einmal mit Wasser befüllen, um zu prüfen, ob das untere Abflussloch sowie die Nahtstelle wirklich komplett wasserdicht ist. Dabei kannst du auch gleich schauen wie viele Liter Wasser in deine Olla hineinpassen.
  • Die Ollas können jetzt in den Beeten vergraben werden, sie sollten dabei ca. 2cm aus der Erde ragen.
    Am besten platzierst du sie zwischen 2-3 Pflanzen, achte beim Eingraben darauf, dass du die Wurzeln der Pflanzen nicht beschädigst.
  • Jetzt kannst du die Ollas mit der Gießkanne oder mit deinem Gartenschlauch befüllen.
  • Damit keine Insekten ins Gefäß krabbeln und Stechfliegen sich im Wasser nicht vermehren, solltest du das obere Loch immer bedecken. Falls du Untersetzer hast, kannst du diese verwenden - ansonsten tun es auch flache Steine oder Tonscherben.
  • Übrigens: Wenn du Perfektionist/in bist und genau wissen möchtest, wie dein Wasserstand ist, kannst du dir auch aus einer Styroporscheibe sowie einem Draht oder Holzstäbchen einen Schwimmer bauen. Die Styroporscheibe musst du natürlich schon vor dem zusammenkleben der Töpfe in den Topf geben.
  • Wenn die Ollas leer sind, wird erneut Wasser nachgefüllt. Das kannst du natürlich auch machen wenn sie nur halbleer sind.
  • Übrigens: Das Gießwasser, das du einfüllst kannst du auch gut mit Flüssigdünger anreichern.
  • Im Spätherbst vor dem ersten Frost musst du die Ollas ausgraben und säubern. Ollas müssen frostfrei eingelagert werden, damt sie nicht zerspringen. Im Frühjahr kannst du sie dann erneut ins Beet graben.

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Notizen

Altbewährt: In Afrika und Asien werden Ollas übrigens schon seit Jahrtausenden als Bewässerungshilfe eingesetzt.

Praktische Gartenbewässerung - Ollas selber bauen

MATERIAL FÜR EINE OLLA

  • 2 unglasierte Tontöpfe
  • Silikon oder Montagekleber oder Fliesenkleber oder Bienenwachs oder Heißkleber
  • Korken oder Stein

Suchst du nach einer günstigen Bewässerungshilfe für deine Beete im Garten? Ollas sind super praktisch und du kannst sie für deine Gartenbewässerung ganz einfach und kostengünstig selbst bauen. Wie das geht zeige ich in einer Schritt für Schritt Anleitung.

Hola Olla – Wie ich auf die Olla kam

Die meisten Gemüse- und Obstpflanzen benötigen täglich oder alle zwei Tage Wasser. Zudem benötigen Hochbeete mehr Wasser als normale Beete. Im Hochsommer müssen wir oft zweimal täglich gießen. Wir haben daher überlegt, wie wir diesen Aufwand etwas reduzieren können.

Als ich nach Bewässerungssystemen für unser Gewächshaus und unsere Hochbeete gesucht habe bin ich auf die praktischen Ollas gestoßen. Eine Olla (oʎa, spanisch für Topf, gesprochen Ohja) ist ein unglasiertes Tongefäß, welches als Wasserspeicher verwendet wird.

Wie funktionieren Ollas?

Die wasserdurchlässigen Tongefäße werden zwischen die Pflanzen in die Erde gegraben und werden dann mit Wasser gefüllt. Die Tontöpfe haben kleine Poren und geben das Wasser deshalb (nur nach Bedarf) langsam ins Erdreich ab.

Dadurch halten sie naheliegende Pflanzenwurzeln über längere Zeit feucht – ohne sie zu überfluten. Je nach Fassungsvermögen der Olla sowie Wetterlage, kann eine Olla gut mal 5 Tage (oder länger) die umliegenden Pflanzen versorgen.

Ist die Erde trockener, gibt die Olla einfach mehr Wasser ab und ist dadurch natürlich schneller leer.

Natürlich ersetzen Ollas die Bewässerung nicht ganz, aber sie können bei der regelmäßigen Gartenbewässerung sehr hilfreich unterstützen. Man muss definitiv nicht mehr so oft gießen – darüber freut sich übrigens auch die Urlaubsvertretung.

Ollas selber machen statt kaufen

Ich hatte mir also ausgerechnet, wie viele Ollas wir für unseren Garten benötigen würden und habe recherchiert, wo man diese kaufen kann. Auf die Menge gesehen, wäre das aber auch recht teuer für uns geworden, weshalb wir sie einfach kostengünstig selbst gebaut haben. Unglasierte Tontöpfe gibt es günstig im Baumarkt und auch die restlichen Baumaterialien kosten nicht viel.

Ohne viel Aufwand und Kosten ergänzen jetzt also 9 praktische Ollas die Bewässerung in unserem Garten und ich bin von diesen Helfern bisher nur begeistert.

Ich hatte noch ein paar alte Tontöpfe zuhause, den Rest habe ich dazugekauft. Die Form ist hierbei völlig egal (wird ja vergraben), hauptsache die Tongefäße sind unglasiert.

Für meine kleineren Hochbeete habe ich kleinere Töpfe verwendet (Ø 12 cm) und für die größeren Beete Tontöpfe mit einem Durchmesser von 16-18cm.

Je größer die Olla, desto größer ist natürlich der Wasserspeicher. Wie viele Ollas du benötigst, musst du selbst ausprobieren. Das hängt davon ab, wie durstig deine Pflanzen sind (z.B. Gurke, Kürbis oder Melone benötigen mehr Wasser), wieviel qm dein Beet umfasst und wie viele Pflanzen du hast.

Man rechnet etwa 6 Liter pro Quadratmeter Beetbewässerung, aufgeteilt auf eine oder mehrere Ollas.

Da die Töpfe in der Form relativ unterschiedlich ausfallen, kann man nicht pauschal sagen, wie viel Liter Wasser in eine Olla passen. In meine Ø16cm Tongefäße passen etwa 3,5 Liter Wasser. Für mein Hochbeet 2×1 Meter reichen davon 4 Töpfe die perfekt zwischen Gurken und Paprikas Platz gefunden haben.

In meinem Gewächshaus habe ich zwischen 3 Tomatenpflanzen zwei kleinere Ollas (Ø12 cm) gesetzt.

Ollas selber bauen, so gehts:

  • Die bebilderte Anleitung sowie ein kurzes To-Do-Video findest du weiter unten.
  • Als Kleber habe ich Silikon gewählt und bin damit sehr zufrieden. In einigen DIY-Anleitungen für Ollas werden die beiden Töpfe auch mit Montagekleber, Fliesenkleber, flüssigem Bienenwachs oder Heißkleber verbunden. Wer die Wahl hat, hat die Qual.
    Silikon hält jedenfalls perfekt und die meisten Silikone sind unbedenklich, sprich nicht giftig. Es gibt auch Lebensmittelsilikon speziell für Trinkwasser, Aquarien etc.
  • Für eine Olla benötigst du 2 unglasierte Tontöpfe. Die Töpfe müssen unglasiert sein, weil die offenen Poren tröpfchenweise Wasser an die Umgebung abgeben können.
    Du kannst zwei gleich große Töpfe verwenden oder 2 Töpfe die von der Öffnung minimal größer/kleiner sind – diese würdest du dann ineinanderstecken anstatt aufeinander legen.
    Die Töpfe sollten trocken und staubfrei sein, damit der Kleber haftet.
  • Zunächst muss bei einem der Tontöpfe das Abflussloch wasserdicht verschlossen werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
    Am einfachsten ist es einen Wein- oder Sektkorken in das Loch zu stecken. Falls der Korken nicht passt, kannst du ihn mit einem scharfen Messer passend zuschnitzen.
    Du kannst das Loch aber auch mit Hilfe eines flachen Steines oder einer Tonscherbe abdichten. Dazu den Stein einfach über das Loch kleben.
  • Die Hälfte ist schon geschafft. Du musst jetzt nur noch Ober- und Unterteil miteinander verbinden.
  • Bestreiche den Rand des anderen Tongefäßes großzügig mit Silikon.
  • Nun die beiden Tontöpfe mit den offenen Seiten/Ränder aufeinander setzen, gut andrücken und überschüssigen Silikon mit einem feuchten Tuch glatt streichen. Achte darauf, dass wirklich jede Lücke geschlossen ist. Ggf. nochmals mit etwas mehr Silikon nachbessern.
  • Trocknungszeit beachten. Ich habe die Töpfe 2 Tage stehen gelassen, 24 Stunden dürften aber auch reichen – je nach Kleber.
  • Am besten nach dem vollständigen Trocknen einmal mit Wasser befüllen, um zu prüfen, ob das untere Abflussloch sowie die Nahtstelle wirklich komplett wasserdicht ist. Dabei kannst du auch gleich schauen wie viele Liter Wasser in deine Olla hineinpassen.
  • Die Ollas können jetzt in den Beeten vergraben werden, sie sollten dabei ca. 2cm aus der Erde ragen.
    Am besten platzierst du sie zwischen 2-3 Pflanzen, achte beim Eingraben darauf, dass du die Wurzeln der Pflanzen nicht beschädigst.
  • Jetzt kannst du die Ollas mit der Gießkanne oder mit deinem Gartenschlauch befüllen.
  • Damit keine Insekten ins Gefäß krabbeln und Stechfliegen sich im Wasser nicht vermehren, solltest du das obere Loch immer bedecken. Falls du Untersetzer hast, kannst du diese verwenden – ansonsten tun es auch flache Steine oder Tonscherben.
  • Übrigens: Wenn du Perfektionist/in bist und genau wissen möchtest, wie dein Wasserstand ist, kannst du dir auch aus einer Styroporscheibe sowie einem Draht oder Holzstäbchen einen Schwimmer bauen. Die Styroporscheibe musst du natürlich schon vor dem zusammenkleben der Töpfe in den Topf geben.
  • Wenn die Ollas leer sind, wird erneut Wasser nachgefüllt. Das kannst du natürlich auch machen wenn sie nur halbleer sind.
  • Übrigens: Das Gießwasser, das du einfüllst kannst du auch gut mit Flüssigdünger anreichern.
  • Im Spätherbst vor dem ersten Frost musst du die Ollas ausgraben und säubern. Ollas müssen frostfrei eingelagert werden, damt sie nicht zerspringen. Im Frühjahr kannst du sie dann erneut ins Beet graben.

Hier nochmals die Vorteile von Ollas

  1. Man spart Wasser, wegen der geringeren Wasserverdunstung an der Erdoberfläche.
  2. Spart Zeit (was nebenbei auch die Urlaubsvertretung freut). Kurzurlaube sind möglich, ohne dass die Pflanzen sofort verdursten.
  3. Keine Überwässerung.
  4. Man versorgt die Pflanzen schonend, da die Pflanzen nicht von oben begossen sondern  über die Wurzeln feucht gehalten werden. Weniger Pilzbefall.
  5. Die Erdoberfläche bleibt trocken und erschwert somit nebenbei auch hungrigen Schnecken die Reise zur Pflanze, außerdem verringert es das Wachsen von Unkraut.
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Tipp/Info

Altbewährt: In Afrika und Asien werden Ollas übrigens schon seit Jahrtausenden als Bewässerungshilfe eingesetzt.

2 Kommentare

    • Stefanie Stephan
      Autor
      23. Mai 2022 / 08:42

      Danke liebe Birgit, die Ollas sind für kleine Gärten und Beete super praktisch. Ich wünsche dir eine schöne Woche.

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